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Scriptura efficax : die biblisch-dogmatische Grundlegung des theologischen Systems bei Johann Andreas Quenstedt ; ein dogmatischer Beitrag zu Theorie und Auslegung des biblischen Kanons als Heiliger Schrift /
Michael Coors.
imprint
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, c2009.
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398 p. ; 24 cm.
ISBN
3525563973 (hd.bd.), 9783525563977 (hd.bd.)
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Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, c2009.
isbn
3525563973 (hd.bd.)
9783525563977 (hd.bd.)
general note
Originally presented as the author's thesis (doctoral)--Universität Greifswald, 2008.
catalogue key
6786514
 
Includes bibliographical references (p. [371]-381) and indexes.
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About the Author
Author Affiliation
Dr. theol. Michael Coors ist Vikar der Evangelischen Kirche im Rheinland.
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Long Description
English summary: The Lutheran dogma of the Holy Scripture is interpreted in the perspective of a pragmatic concept of understanding as found in Ludwig Wittgenstein's Philosophical Investigations. The teaching on the verbal inspiration of Scripture hence comes to stand as a pneumatological theory on the biblical text by means of which God leads mankind to salvation. Problems regarding the interpretation of Scripture in Quenstedt's work derive from an insufficient reflection on the relation of faith and theology. Nonetheless Quenstedt's theology can contribute new insights to the ongoing discussion on Biblical Theology and Canon. German description: Das theologische Werk Johann Andreas Quenstedts, des letzten grossen Vertreters der lutherischen Hochorthodoxie, wird im Blick auf die gegenwartige Diskussion um die Perspektiven einer Biblischen Theologie und Kanontheorie interpretiert. Leitend ist dabei ein pragmatischer Verstehensbegriff, der anhand der Sprach- und Lebensphilosophie der Philosophischen Untersuchungen Ludwig Wittgensteins gewonnen wird. Von diesem Verstehensbegriff ausgehend wird die Lehre von der Wirksamkeit der Schrift als Zentrum der Schriftlehre und Theologie Quenstedts interpretiert. Das Verstehen der Bibel als Heiliger Schrift ist ein in der Praxis des Glaubens sich vollziehendes Verstehen, in dem der Heilige Geist durch den Text der Heiligen Schrift Glauben bewirkt. Daher ruht die ganze Schriftlehre auf der Pneumatologie auf. Dies gilt auch fur die Inspirationslehre, die als pneumatologische Texttheorie interpretiert wird. Die Durchfuhrung dieser systematisch entfalteten Schriftlehre Quenstedts scheitert jedoch in der materialen Dogmatik. Hier werden biblische Texte ohne Bezug auf die Praxis des Glaubens aufeinander bezogen und theologische Lehrsatze aus ihnen deduziert. Ursache dieses Scheiterns ist nicht die vielfach kritisierte Inspirationslehre, sondern vielmehr eine problematische Verhaltnisbestimmung von Theologie und Glaubenspraxis. Diese Aporie im Blick nimmt die Arbeit die positiven Implikationen der Schriftlehre Quenstedts auf und formuliert Thesen fur ein Verstehen der Bibel als Heiliger Schrift in der Gegenwart.
Long Description
The Lutheran dogma of the Holy Scripture is interpreted in the perspective of a pragmatic concept of understanding as found in Ludwig Wittgenstein's Philosophical Investigations. The teaching on the verbal inspiration of Scripture hence comes to stand as a pneumatological theory on the biblical text by means of which God leads mankind to salvation. Problems regarding the interpretation of Scripture in Quenstedt's work derive from an insufficient reflection on the relation of faith and theology. Nonetheless Quenstedt's theology can contribute new insights to the ongoing discussion on Biblical Theology and Canon.
Main Description
Michael Coors interpretiert das theologische Werk Johann Andreas Quenstedts, des letzten groen Vertreters der lutherischen Hochorthodoxie, im Blick auf die gegenwrtige Diskussion um die Perspektiven einer Biblischen Theologie und Kanontheorie. Leitend ist dabei ein pragmatischer Verstehensbegriff, den Coors anhand der Sprach-und Lebensphilosophie der philosophischen Untersuchungen Ludwig Wittgensteins entwickelt. Dieser Verstehensbegriff ist der Ansatzpunkt, mit dem er die Lehre von der Wirksamkeit der Schrift als Zentrum der Schriftlehre und Theologie Quenstedts einer Interpretation unterzieht. Book jacket.
Table of Contents
Vorwortp. 11
Einleitungp. 13
Zu Anlage und Methode der Untersuchungp. 15
Quellen-und Forschungslagep. 21
Quellenp. 21
Zur Forschungslagep. 22
Quenstedt und die lutherische Orthodoxiep. 22
Einordnung der lutherischen Orthodoxie in die Geschichte der theologischen Hermeneutikp. 25
Biblische Theologie und Dogmatikp. 27
Die Bibel zwischen Exegese und Dogmatikp. 27
Historisch-kritische Exegese als lutherisches Erbep. 28
Die kritische Externität der Schriftp. 33
Exkurs äKanon im Kanon" und Mitte der Schriftp. 36
Dogmatische Überbegründung kanonischer Einheitp. 39
Gegenwärtige Ansätze Biblischer Theologiep. 43
Brevard Childs' Programm einer Biblischen Theologiep. 43
Der äcanonical approach" als Alternative zur rein historischen Exegesep. 43
Kanon und Kirchep. 45
Die Einheit des Kanons und ihre Begründungp. 46
Zur Kritik an Childs' Kanonbegriffp. 49
äFrom Witness to Subject Matter" - Sensus Literalis und theologische Auslegungp. 51
Grenzwanderungen zwischen Exegese und Dogmatikp. 55
Fazitp. 55
Das äTübinger Modell" einer biblischen Theologiep. 56
Kritik an der Kritik und Hermeneutik des Einverständnissesp. 57
Die Einheit des Kanons aus Altem und Neuem Testamentp. 58
Die Mitte der Schrift und das Neue Testamentp. 60
Offenbarungsgeschichte und Traditionsgeschichtep. 62
Die Durchführung der Auslegung und das Verhältnis zur Dogmatikp. 63
Fazitp. 64
Biblische Theologie in dogmatischer Perspektivep. 66
Historie und Gottesgeschichtep. 66
Die einfache Gottesrede und die Einheit der Schriftp. 69
Die dreifache Zeitbestimmung des Wortes: Dogmatik als Anleitung zum Schriftverstehenp. 72
Das Verhältnis von Ökonomie und Theologiep. 75
Das Verhältnis von Einheit der Schrift und Einheit der Gottesgeschichtep. 76
Der status controversiae und seine Bearbeitungp. 78
Verstehen lernen und Lebenspraxis - Der methodische Ansatz bei der Spätphilosophie Wittgensteinsp. 82
Lernsituation-Sprache lernen und Sprachspielp. 84
Das Problem metasprachlicher Reflexion auf Sprachep. 84
Sprache lernen - Sprachspiel und Lernsituationp. 90
Übersichtliche Darstellung und Grammatikp. 93
äVerstehen lernen" und äeiner Regel folgen"p. 96
Destruktion eines mentalen Verstehensbegriffs durch Vergleichp. 97
Verstehen als ämentaler Mechanismus"?p. 98
Exkurs: Lesen als Vergleich zum Verstehen (   156-178)p. 103
äverstehen" und ämeinen"p. 107
äVerstehen" und äeiner Regel folgen" - ein Vergleichp. 109
Zur Verankerung der Rede von äeiner Regel folgen" in den vorangehenden Paragraphenp. 110
Das sogenannte Regelfolgenargument in    197-242p. 114
Verstehen eines musikalischen Themas - zur ästhetischen Dimension des Verstehensp. 121
Das musikalische Element unserer Sprachep. 121
Musikalisches Verstehen und kulturelle Praxisp. 124
Der Ertrag des Vergleichsp. 129
Zwischenbilanz: Verstehen Lernen und Verstehen der Heiligen Schriftp. 131
Die dogmatische Konstitution des Kanons in der Theologia didactico-polemica Johann Andreas Quenstedtsp. 133
Die Wirksamkeit der Schrift: Wort-Text-Heiliger Geistp. 135
Die efficacia Scripturae als Zentrum der Hermeneutik Quenstedtsp. 137
Die Autorität der Heiligen Schrift und ihre Wirksamkeit zum Heilp. 139
Die Autorität der Schrift und die Autorität der Kirchep. 147
Die sufficientia Scripturae und die Traditionp. 151
Die Richterfunktion der Schrift in Glaubensfragen als Implikat ihrer Funktion als Herzensrichterp. 155
Der Übergang in christliches Reden und Leben aus dem Wort der Schriftp. 158
Die Wirksamkeit der Schrift und der finis Scripturaep. 161
Fazitp. 164
Die pneumatologische Ausrichtung der Schriftlehre Quenstedtsp. 167
Die Klarheit (perspicuitas) der Schrift als Implikat ihrer Autorität zum Heilp. 167
Die Selbstauslegung der Schrift im Geist als Vollzug der Klarheit der Schriftp. 172
Soteriologisch-pneumatologische Texttheorie: Der inspirierte Textp. 178
Mündliches Gotteswort und heiliger Textp. 178
Textgestalt und Textgehaltp. 187
Inspiration von Textgehalt und Textgestalt: Relativierung realistischer Semantik und Autonomie des Textesp. 194
Der sensus literalis juxta mentem Spiritus Sanctip. 204
Die Auslegung des sensus literalis der Heiligen Schriftp. 208
Die Physiognomie des Schriftwortes und die Frage nach der ursprünglichen Gestalt der Heiligen Schriftp. 213
Das theologische Problem der Authentizität des Urtextes - Die Kirche als Leserin der Schriftp. 218
Erwartungen an die Praxis der Schriftauslegungp. 222
Beobachtungen zur Praxis der dogmatischen Schriftauslegungp. 223
Sedes doctrinae und äTextcluster"p. 224
Die Trinitätslehre als dogmatisch-hermeneutischer Ausgleich von innertextlichen Spannungen der Heiligen Schriftp. 232
Zwischenbilanz: eine Problemanzeigep. 240
Das Wirken des Heiligen Geistes im Wortp. 241
Die Gratia Spiritus Sancti applicatrix - Passivität und Aktivität des Menschen in der Heilsmitteilungp. 244
Das Verhältnis von Rechtfertigung und gratia Spiritus Sancti applicatrixp. 248
Die universale Berufung aller zum Heil (vocatio)p. 251
Der Mensch im Übergang (regeneratio und conversio)p. 255
Verdinglichung der Passivität in der Lehre von der Prädestination und vom unfreien Willen - Grammatische Täuschungenp. 273
Das Heil als Gabe (donum, habitus, virtus) - Übergang von Passivität zur Aktivität in Bu?e (poenitentia) und Erneuerung (renovatio)p. 283
Gratia applicatrix und Schriftverständnisp. 293
Glaube als Mittel und Ziel des Evangeliumsp. 294
Glaube als notitia, assensus und fiduciap. 295
Glaube als Verhältnis und Werkp. 296
Historisch-menschlicher Glaube und Rechtfertigungsglaube (fides humana sive historica und fides justificans sive salvifica)p. 299
Akt und Gegenstand des Glaubens (fides qua und fides quae creditur)p. 302
Glaube und Schriftverstehenp. 302
Zusammenfassungp. 305
Schriftverstehen in Theologie und Glaubep. 307
Theologie als praktische Wissenschaftp. 307
Methode, Ordnung und System - Zabarellas Methodenlehre und die Ausbildung des Systembegriffsp. 307
Das theologische System Quenstedts im Spannungsfeld von analytischem und synthetischem ordop. 314
Der Praxisbezug der Theologie und der finis Theologiaep. 317
Theologie als habitus intellectus <$$$>???????? practicus und das Verhältnis von habitus theologiae und habitus fideip. 322
Die theologia acroamatica und die Onomatologie des Theologiebegriffsp. 329
Die Glaubensartikel als System der himmlischen Lehrep. 331
Das Verstehen der Heiligen Schrift in Glaube und Theologiep. 335
Biblische Theologie und dogmatische Deskriptionp. 339
Altlutherische Dogmatik als Rekonstruktion des biblischen Kanonsp. 339
Biblische Dogmatik und die Auslegung der Heiligen Schriftp. 343
Konstitution der Einheit und der Autorität des Kanons in der Glaubenspraxisp. 343
Biblische Theologie als theologische Grammatik der Glaubensredep. 345
Schematische Darstellung der Onomatologie des Theologiebegriffsp. 367
Exegetische und dogmatische Zugänge zur Biblischen Theologiep. 352
Die exegetischen Ansätze (Childs und die Tübinger Schulep. 352
Texttheoretische Beobachtungen zum Verhältnis von exegetisch-historischer und biblisch-dogmatischer Theologiep. 353
Der dogmatische Ansatz (Mildenberger)p. 358
Thesen zum Verstehen der Heiligen Schriftp. 359
Anhangp. 367
Schematische Darstellung der Onomatologie des Theologiebegriffsp. 367
Liste der Sigelp. 369
Literaturverzeichnisp. 371
Personenregisterp. 383
Sachregisterp. 385
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