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Metaphysica ludens : das Spiel als phänomenologische Grundfigur im Denken Martin Heideggers /
by Martina Roesner.
imprint
Dordrecht ; Boston : Kluwer Academic Publishers, 2003.
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xiv, 323 p. ; 25.
ISBN
1402012349 (alk. paper)
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Dordrecht ; Boston : Kluwer Academic Publishers, 2003.
isbn
1402012349 (alk. paper)
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5211444
 
Includes bibliographical references and indexes.
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Main Description
Das vorliegende Buch versucht, die Frage nach Ort und Bedeutung des Spiels in Heideggers Denken in neuer Weise zu stellen. Im Gegensatz zu bisherigen Interpretationsansatzen wird der Ursprung des Spielmotivs bereits in Heideggers Fruhdenken aufgewiesen und vor dem Hintergrund seiner phanomenologischen Voraussetzungen entfaltet. Davon ausgehend, erscheint das "seinsgeschichtliche" Denken des mittleren Heidegger als ein Versuch, die Metaphysik gerade nicht abzustossen, sondern sie in das Spiel der geschichtlichen Erscheinungsformen von Sein und Denken mit hineinzunehmen. Beim spaten Heidegger ist das Spiel dann vor allem von seiner musikalischen, klanglichen Bedeutungskomponente her verstanden, in der die der Metaphysik eigene Dominanz des Visuellen implizit uberwunden wird, ohne dabei die "Grund-satze der Metaphysik als solche zu negieren.
Main Description
Die Frage nach dem möglichen oder schon eingetretenen Ende metaphysischen Denkens ist eines der bedeutsamsten Leitmotive der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Insbesondere der denkerische Ansatz Martin Heideggers scheint mit seiner radikalen Kritik der gesamten abendländischen Philosophie einen definitiven Schlußstrich unter die Metaphysik setzen zu wollen, die sich - von Aristoteles bis Husserl - in ihrer Eigenschaft als 'Erste Philosophie' immer in der einen oder anderen Weise als Versuch einer Letztbegründung des Denkens und der Wirklichkeit verstanden hat. Dementsprechend wird Heidegger oft als Ahnherr einer 'nachmetaphysischen' oder 'postmodernen' Philosophie in Anspruch genommen, die dem Ideal der begründenden Rationalität zugunsten eines 'besinnlichen', spielerisch-anarchischen oder dionysisch-gewaltsamen Denkens abgeschworen hat. Das vorliegende Buch versucht, die Frage nach Ort und Bedeutung des Spiels in Heideggers Denken in neuer Weise zu stellen. Im Gegensatz zu bisherigen Interpretationsansätzen wird der Ursprung des Spielmotivs bereits in Heideggers Frühdenken aufgewiesen und vor dem Hintergrund seiner phänomenologischen Voraussetzungen entfaltet. Davon ausgehend, erscheint das 'seinsgeschichtliche' Denken des mittleren Heidegger als ein Versuch, die Metaphysik gerade nicht abzustoßen, sondern sie in das Spiel der geschichtlichen Erscheinungsformen von Sein und Denken mit hineinzunehmen. Beim späten Heidegger ist das Spiel dann vor allem von seiner musikalischen, klanglichen Bedeutungskomponente her verstanden, in der die der Metaphysik eigene Dominanz des Visuellen implizit überwunden wird, ohne dabei die 'Grund-sätze der Metaphysik als solche zu negieren. Heideggers 'Überwindung der Metaphysik' im Zeichen des Spiels erweist sich somit als das genaue Gegenteil einer programmatischen These oder gar einer ein für allemal feststehenden Doktrin; stellt sie doch den einmaliger Versuch dar, im Bewußtsein der unaufhebbaren Bedeutung der abendländischen philosophischen Tradition dem Denken einen neuen Spielraum der Freiheit zu eröffnen.
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Die Frage nach dem möglichen oder schon eingetretenen Ende metaphysischen Denkens ist eines der bedeutsamsten Leitmotive der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Insbesondere der denkerische Ansatz Martin Heideggers scheint mit seiner radikalen Kritik der gesamten abendländischen Philosophie einen definitiven Schlußstrich unter die Metaphysik setzen zu wollen, die sich - von Aristoteles bis Husserl - in ihrer Eigenschaft als "Erste Philosophie" immer in der einen oder anderen Weise als Versuch einer Letztbegründung des Denkens und der Wirklichkeit verstanden hat. Dementsprechend wird Heidegger oft als Ahnherr einer "nachmetaphysischen" oder "postmodernen" Philosophie in Anspruch genommen, die dem Ideal der begründenden Rationalität zugunsten eines "besinnlichen", spielerisch-anarchischen oder dionysisch-gewaltsamen Denkens abgeschworen hat. Das vorliegende Buch versucht, die Frage nach Ort und Bedeutung des Spiels in Heideggers Denken in neuer Weise zu stellen. Im Gegensatz zu bisherigen Interpretationsansätzen wird der Ursprung des Spielmotivs bereits in Heideggers Frühdenken aufgewiesen und vor dem Hintergrund seiner phänomenologischen Voraussetzungen entfaltet. Davon ausgehend, erscheint das "seinsgeschichtliche" Denken des mittleren Heidegger als ein Versuch, die Metaphysik gerade nicht abzustoßen, sondern sie in das Spiel der geschichtlichen Erscheinungsformen von Sein und Denken mit hineinzunehmen. Beim späten Heidegger ist das Spiel dann vor allem von seiner musikalischen, klanglichen Bedeutungskomponente her verstanden, in der die der Metaphysik eigene Dominanz des Visuellen implizit überwunden wird, ohne dabei die "Grund-sätze der Metaphysik als solche zu negieren. Heideggers "Überwindung der Metaphysik" im Zeichen des Spiels erweist sich somit als das genaue Gegenteil einer programmatischen These oder gar einer ein für allemal feststehenden Doktrin; stellt sie doch den einmaliger Versuch dar, im Bewußtsein der unaufhebbaren Bedeutung der abendländischen philosophischen Tradition dem Denken einen neuen Spielraum der Freiheit zu eröffnen.
Table of Contents
Inhaltsverzeichnisp. VII
Vorbemerkungp. x
Einfuhrungp. XI
Einleitender Teil: Der Heideggersche Spielgedanke in Der Philosophischen Diskussion Der Gegenwartp. 1
Das Heideggersche Moment in gegenwartigen Ansatzen zur Spieltheoriep. 1
Die phanomenal-empirische Grundausichtungp. 1
Die spekulativ-transzendentale Grundausrichtungp. 4
Heideggers Spielkonzeption und die geschichtliche Problematik der Metaphysik in der gegenwartigen philosophischen Literaturp. 5
Verschiedene Deutungsentwurfe zum philosophischen Ort der Spiel- thernatik innerhalb des Entwicklungsprofils des Heideggerschen Denkensp. 6
Typologie der verschiedenen Interpretationen zur philosophie- geschichtlichen Dimension des Heideggerschen Spielgedankensp. 8
Die Notwendigkeit einer erneuten Behandlung des Heideggerschen Spieldenkens vor dem Hintergrund seiner bisherigen Interpretationenp. 15
HauptTeil: Ursprunge Und Wandlungen des Spielmotivs in Heideggers Denken
Das Daseinim Spiel von Welt und Zeitp. 19
Die Problematik der Phanomenologie als Grundwissenschatp. 20
Heideggers ruhe Lehrtatigkeit als Spiegel zeitgenossischer Ansatze zur Ursprungs- und Begiindungsproblematikp. 20
Der Ansatz des Husserlschen Projekts der Phanomenologie als Urwissenschat in den Ideen Ip. 23
Prinzip und Ursprung im Phanomenologieverstandnis des riihen Heideggerp. 27
Ein erster Blick in den Abgrundp. 29
Das Problem der Rationalitat innerhalb des vortheoretischen Erlebens von Weltp. 30
Von der Ursprungswissenschat des Lebens zur Fundamentalontologie des Daseinsp. 32
Die Phanomenologie des Welterlebens als Ontologiep. 33
Die philosophiegeschichtliche Einwurzelung des Problems phanomenologischer Ursprunglichkeitp. 35
Die Entwicklung des Spielgedankens im Rahmen der Fundamental- ontologiep. 39
Der Ursprung begrundenden Denkens im Sorgebezug des Daseins zur Weltp. 40
Das Dasein im Spielraum der ekstatischen Zeitlichkeitp. 43
Das Dasein als Ort und Abgrund der Metaphysikp. 102
Die phanomenalen Grundbewegungen in der ersten Phase des Heideggerschen Spieldenkensp. 126
Figuren der Abwesenheit des Grundesp. 126
Figuren des Spielraumesp. 129
Metaphysik vs. Phanomenp. 132
Das Ereignis des Seins Zwischen Zuspiel und Streitp. 133
Grundlinien der seinsgeschichtlichen Wendung des Spielmotivsp. 133
Das Spiel und die Problematik der Metaphysik als solcher im Ganzenp. 133
Das Spiel und die ontologische Differenzp. 141
Die Vertiefung des "Zwischen" als des Grundmotivs der Endlichkeitp. 143
Das Geschehen der Wahrheit zwischen Sein und Seiendemp. 145
Das Kunstwerk als Ort urspriinglicher Wahrheitsstitungp. 147
Der Spielraum des Gottlichen im seinsgeschichtlichen Denkenp. 155
Das Ereignis des Seins in der Sprachep. 163
Uberwindung, Zuspiel, Geschenk: die Frage nach der Metaphysik im seinsgeschichtlichen Denkenp. 179
Erste Grundlinien fur ein anderes Denkenp. 181
Die Unentscheidbarkeit der Unterscheidungp. 187
Widerspiel uncTZuspiel der Anfange in der Fuge des Seinsp. 188
Die Negativitat im Erscheinen und der metaphysische Nihilismusp. 197
Das Ethos des Denkens in der Geschichtep. 206
Windung hinauf, Windung hinab- dasselbep. 211
Der geschichtlich-phanomenale Doppelcharakter des Erscheinens als Grundthema der zweiten Phase des Heideggerschen Spieldenkensp. 214
Verschmelzung der Abgiinde und Zweiheit der Anfange: das Problem der Mehrursprunglichkeit im Ereignisdenkenp. 216
Das Problem der geschichtlichen "Subjektivitat" des Seinsp. 218
Die Frage "des" Denkensp. 219
Die "Aiifgabe" des Seienden und die Seinsgeschichtep. 220
Die Zweitonarten Des Seins und die Vierstimmigkeit der Weltp. 223
Grund, Zeit und Mittep. 225
Das Geviert als Matrix des Heideggerschen Spatdenkensp. 226
Erde und Weile: die geschichtliche Begrenzung von Dasein und Seiendemp. 227
Ding und Weltspielp. 232
Die Be-dingung des Denkensp. 232
Das Ding im Weltspiel und die transzendentale Gegenstandlichkeitp. 234
Das Spiegelspiel - Zersplitterung oder Universalitat?p. 238
Welt und Ding im Spiel der Sprachep. 243
Die vierstimmige Fuge der Weltp. 251
Der Abgrund zwischen Dichten und Denkenp. 254
Die beiden Tonarten der Grundsatze des Denkensp. 257
Musik, Sprache und Denkenp. 257
Das Geviert der Fragenp. 264
Das geschichtliche Profil des Denkens und das Spielp. 266
Die Asymmetrie von Anklang und Satz bei Leibnizp. 270
Der Grund als Zeit des Seiendenp. 272
Der Satz vom Grund im Spiel des Seinsp. 274
Das Spiel der Grundsatze und die Einheit der Vernuntp. 279
Das Spiel im Ereignisp. 285
Austrag der Grunde und Spiel des Ursprungsp. 286
Es gibt-das Spielp. 288
Das Spiel als Form der Einheit: das problematische Verhaltnis von Metaphysik und "anderem Denken"p. 293
Musik, Trpalic und Denkenp. 294
Musik, Entbildung und Gelassenheitp. 294
Die nichtbegriliche Einheit des Denkensp. 295
Schluss: das Spiel als Mogliche Sinnstruktur in Heideggers Phanomenologiep. 297
Zur inhaltlichen Bestimmung des Spiels in Heideggers Denkenp. 298
Heideggers Phanomenologie aus dem Spiel und die transzendentalphilosophische Traditionp. 298
Das epochale Spiel des Ursprungs als Komplement der Destruktionp. 300
Der Sprung zwischen Weltphanomen und Geschichte des Denkensp. 302
Das Spiel als geschichtlich-systematische Einheitsfunktion des Denkensp. 304
Das Spiel als formale Einheitsfunktion der Heideggerschen Sache des Denkensp. 305
Beispiele des Spielsp. 306
Die formale Grundbedeutung des Spielsp. 308
Bibliographicp. 311
Index nominump. 320
Index locorump. 322
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